Gell Du kensch mi it …

Musik: Werner Knuth, Text Karl Steuer

Man feiert am Rhein den Karneval.
Den Fasching am lsarstrand.
Die Tolle Zeit am Bodensee
wird Fasnacht bei uns genannt.

Da juckt es im Blut heraus aus den Stuben.
Ho Ho Narro Ihr Mädle und Buben.
Und selbst der Spiesser er trägt Maschkerhäs
und jedes Mäschkerle schwätzt all blos des.

Gell Du kennsch mi it?
Du weisch it wer I bin?
Und kennsch Du mi au it,
mich zieht’s zu Dir halt hin!
Schau in die Augen mir,
dann wirsch du wissen
ich hab dich lieb
und darfst mich heut küssen.
Gell Du kennsch mi it?
Du weisch it wer l bin!?

Herr Krause riskiert ’nen Seitensprung.
Er geht heut zum Ball ins Konzil.
Und weil er allein ist, da fühlt er sich jung,
das Bürgertröpfle macht ihn mobil.

Er glaubt seine Frau die liege im Bette
Doch tanzt sie mit ihm ganz auf kokette.
Sie liegt als Mäschkerle in seinem Arm
und flüstert dem Gatten dies Lied voller Scharm.

Gell Du kensch mi it …

Der Hans und die Liesel fanden sich
am Rosenmontagsball.
Sie küssten und liebten sich inniglich
Und priesen den Karneval.
Doch am Aschermittwoch: Aus war die Treue.
Die Liesel nahm Asche – Der Hans sich ne Neue.

Als es dann Herbst war,
musst‘ Hans vors Gericht,
die Liesel war Flamme,
der Hans aber spricht.

Geil Du kensch mi it …

Der Müller war stets ein Prachtexemplar,
von einem Pantoffelheld.
Er raucht nicht und trinkt nicht
Und kriegt übers Jahr
bloß eine Mark Taschengeld.

Doch plötzlich sah er den Himmel offen,
nachdem er den ganzen Zahltag versoffen.
Erst schlug die Möbel er kurz und dann klein,
dann schlug die Alte er durchs traute Heim.

Gell Du kensch mi it …

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