Chronik in Worten 70er Jahre

Die Chronik des Vereins von 1970 bis 1979

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Das Jahr 1970. Piratenball auf der MS München.

Die Vereinigung Konstanzer Narrengesellschaften veranstalteten einen großen Piratenball auf dem närrisch dekorierten MS München am Konstanzer Hafen. Es spielten zwei Kapellen.

Die Narrenkonzerte mussten wegen des Umbaus des Konzils wieder im Barbarossa abgehalten werden.


Das Jahr 1971. 50 Jahre Narrenverein Schneckenburg.

Am 06. Januar fand unter der Leitung von Narrenvater Martin Fistler eine Kindersitzung statt.

Am 21. Februar feierte die Schneckenburg ihr 50-jähriges Bestehen mit einem „Jubiläums-Frühschoppen“ im Konzil. Das Publikum im restlos ausverkauften Saal war begeistert.

Der Fanfarenzug unter der Leitung von Alex Volz konnte in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern.


Das Jahr 1972. Erster freier Umzug in Konstanz.

Am Fasnachtssonntag, den 12. Februar fand in der Stadt der erste „freie“ Umzug statt. Nach dem Motto „Je-ka-mi“ konnten auch nicht in einem Verein organisierte Gruppen mitmachen.


Das Jahr 1973. Fanfarenzug mit neuen Uniformen.

Zum ersten Mal trat die Clowngruppe beim Narrenbaumholen in Hegne auf.

Der Schneckenbürgler Kehraus (Verbrennung) fand wie üblich im Ziegelhof statt. Die Veranstaltung war, im Gegensatz zur gleichzeitig und einmalig abgehaltenen Usfegete der Vereinigung im Konzil, sehr gut besucht.

Im September bekam der Fanfarenzug neue Uniformen. Sie waren sehr edel und durften nur im Saal angezogen werden. Anmerkung der Redaktion: Dafür kratzten sie fürchterlich auf der Haut.

Am 11.11. wurde Elferrat Willi Zinkhöfer aufgrund seiner persönlichen Verdienste um die Konstanzer Volksfasnacht zum „Ehren-Badenser“ ernannt.


Das Jahr 1974. Mehrere große Bälle im Konzil.

Die Vereinigung Konstanzer Narrengesellschaften prelierten mit Ihren großen Bällen im Konzil. Neben dem „Großen Fasnachtsball“ und dem „Rosenmontagsball“ wurde noch ein „Schüler- und Jugendball organisiert.

Kurz vor der Fasnacht statte die Schneckenburg dem Städtischen Krankenhaus einen Besuch ab, um in einer Hausfunksendung das Programm zu bestreiten und die Patienten zu erfreuen. Es spielte der FZ, der Präsident las aus der Chronik und für den humoristischen Teil sorgten drei Auftritte von Ewald Volz (1) und Paul Bischoff (2).

Ab diesem Jahr wurde das traditionelle Herings-Essen am Aschermittwoch nicht mehr im Ziegelhof, sondern zusammen mit der Vereinigung im Konzil abgehalten. Das Schneckenburg-Herings-Essen folgte am darauffolgenden Wochenende im Ziegelhof.


Das Jahr 1975. Günter Uetz übernimmt die musikalische Leitung des Fanfarenzugs.

Der Fanfarenzug fuhr vom 04. – 07. Januar mit fast 50 Akteuren wieder nach Tarcento.

Erstmalig in der Geschichte der Schneckenburg organisierten die Elferfrauen unter der Leitung von Marga Theuerjahr einen mehrtägigen Ausflug. Sie flogen vom 23. – 28. Mai auf die Insel Mallorca.

Zum ersten Mal dirigierte Günter Uetz, Sohn des damaligen Präsidenten Konti Uetz, den Fanfarenzug für den erkrankten Alex Volz im Konzil. Am 03. September übernahm er die musikalische Leitung dan offiziell. Alex blieb als Manager dem Fanfarenzug noch lange Jahre erhalten.

Die Clowngruppe bekam eine neues Kostüm. Die dazugehörigen Perücken stiftete Kurt Matheis.


Das Jahr 1976. Die große Zeit des Fanfarenzug hat begonnen.

Am 31. Januar und am 01. Februar 1976 feierte der Fanfarenzug unter der Leitung von Alex Volz sein 25-jähriges Jubiläum. Beim großen Jubiläumsabend im Konzil wurde Alex unteranderem vom Präsidenten der Schneckenburg Konti I. geehrt. Ein Vertreter des Landesverbandes der Fanfarenzüge war auch unter den Gratulanten. Am anschließenden Sonntag folgte ein großer Umzug durch die Innenstadt von Konstanz.

Vom 20. – 23. Februar fuhren der Fanfarenzug und die Garde zum Karneval in Nizza. Nach einem Nachtumzug am Samstag wurde der große Umzug am Sonntag für die Akteure zum großen Erlebnis. Riesige Prunkwagen begleiteten den Zug und die Schneckenbürgler aus Konstanz waren immer mitten drin.

Der Fanfarenzug hat wieder einmal bei einer überregionalen Großveranstaltung die Farben der Stadt Konstanz würdig vertreten. Sie belegten beim Landesverbandstreffen der Spielmanns-, Fanfaren- und Hörnerzüge Baden-Württemberg in Meckesheim bei Heidelberg einen ersten Platz.

Beim Wertungsspiel in Bietigheim erzielte der Fanfarenzug den 1. Rang. Diese Platzierung bedeutete die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft der Spielmanns-, Fanfaren- und Hörnerzüge im folgenden Jahr.

Bei den Wertungsspielen im Rahmen des Landesverbandstreffen der Spielmanns- und Fanfarenzüge aus Baden-Württemberg in Dauchingen erspielte sich der Fanfarenzug einen ersten Rang.


Das Jahr 1977. Beim Narrenbaumfällen mussten 5 Bäume gefällt werden.

Beim Narrenbaumfällen in Hegne mussten diesmal 5 Bäume gefällt werden, da der Dolden immer wieder abbrach.

Der Fanfarenzug und die Garde fuhren über die heißen Tage der Fasnacht (vom Fasnachts-Samstag bis Aschermittwoch) zum zweiten Mal nach Nizza.

In diesem Jahr gab es wieder sechs „Konstanzer Narrenkonzerte“ im Konzil. Zusätzlich übertrug das Fernsehen einen weiteren Abend am Schmutzigen Donnerstag.

Das traditionelle Herings-Essen der Schneckenburg fand nun wieder am Aschermittwoch im Ziegelhof statt.

Am 01. und 02. Oktober nahm der Fanfarenzug und die Garde bei sommerlichen Temperaturen am Winzerfest in Lugano teil. Am Samstag fand ein nächtlichen Folklore-Abend und am Sonntag der große Winzerumzug statt.

Bei einem Wertungsspiel für „Straßenspiel“ der Spielmannszüge in Konstanz konnte sich der Fanfarenzug mit einem 2. Platz sehr gut behaupten.

In Bad Krozingen konnte er seinen Titel als Baden-Württembergischer Meister erfolgreich verteidigen. Diese Platzierung bedeutete die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft der Spielmanns-, Fanfaren- und Hörnerzüge im folgenden Jahr, die dann auch in Angriff  genommen wurde.

Präsident Konti Uetz wurde am 11.11. für 25 Jahre Präsidentschaft ausgezeichnet.


Das Jahr 1978. Aufnahme in die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee.

Vom 27. – 29. Januar wurden in Konstanz die Narrentage der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee durchgeführt. Hierbei war die Schneckenburg maßgeblich beteiligt.

Zusammen mit den Elefanten, den Seehasen und der Kamelia, wurde die Schneckenburg während dieser Narrentage als vollwertiges Mitglied in die Narrenvereinigung aufgenommen.

Da die Bälle der Vereinigung im Konzil nicht mehr richtig besucht werden, wird nur noch ein Ball am Fasnachts-Samstag veranstaltet.

Bei der deutschen Meisterschaft der Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzügen errang der Fanfarenzug in der Showklasse einen sehr guten 6. Platz. In der historischen Klasse einen 10. Platz. Insgesamt waren 123 Vereine am Start.

Der Fanafernzug konnte bei der Landesmeisterschaft der Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzügen des Landes Baden-Württemberg seinen Titel verteidigen. Die Veranstaltung fand in Singen statt.

Vom 22. – 25. Juli gastierte der Fanfarenzug zum dritten Mal in Nizza. Diesmal mit dem Bus. Anlass waren die Festivitäten rund um den Blumencorso.

In diesem Jahr übergab Günter Uetz das musikalische Zepter des Fanfarenzugs an Herbert Heinrich. Günter Uetz musste beruflichen Gründen Konstanz verlassen.


Das Jahr 1979. Fanfarenzüge ziehen in die Klosterkaserne.

Der Ball am Fasnachts-Samstag im Konzil war auch in diesem Jahr wieder ein Reinfall. Es wurden Stimmen laut, wieder einen eigenen Ball im Ziegelhof zu veranstalten.

Der Fanfarenzug nahm beim Blumencorso in Locarno teil.

Endlich eine feste Bleibe für die Fanfarenzüge. Der Fanfarenzug der Schneckenburg und die anderen Fanfarenzüge aus Konstanz zogen in ein Gebäude in der Klosterkaserne.  Die Räumlichkeiten mussten mit viel Eigenarbeit an etlichen Wochenenden hergerichtet werden. Alex Volz etablierte sich als Vorstand dieser Gemeinschaft.

Beim Fußballturnier der Vereinigten Konstanzer Fanfarenzüge belegte der Fanfarenzug der Schneckenburg den 1. Platz.

In Wiesloch fanden wieder Wertungsspiele des Landesverbandes der Fanfarenzüge statt. Dabei errang der Fanfarenzug auch diesmal den 1. Rang unter 42 Musikgruppen.